„The next big thing“

Google hier, Google da. Kein anderes Internet-Unternehmen hat solch eine Präsenz im Web wie „Big G“. Angefangen hat das StartUp in einer Garage – so jedenfalls wird die Geschichte vermutlich in den Köpfen hängen bleiben und jeder irgendwann mal seinen Kindern oder Enkelkindern erzählen.

Was also wird das „nächste große Ding“ im Netz? Welcher Service wird innerhalb kürzester von so gut wie jedem Internetnutzer akzeptiert und benutzt werden – und vor allen Dingen unersetzlich beim täglichen surfen im Web. Eine Monopolstellung ist natürlich ebenfalls Vorraussetzung, genauso wie die erfolgreiche Monetarisierung.

Doch was ist die Vorraussetzung für ein „big thing“? Ich kann natürlich nur Vermutungen anstellen, aber vermutlich benötigt es die gleichen Grundzüge, wie zum Beispiel die Google Suche:

  1. Einen Bedarf decken, der bei möglichst vielen Menschen besteht
  2. In wenigen Sekunden verstanden werden
  3. Trotzdem so komplex sein, dass nahezu keine Grenzen gesetzt werden

Dies alles erfüllt die Google Suche mit bravour. Und es gibt bereits Anwärter, die jedoch meist nur Teile der Liste abdecken – und in der Liste stehen dabei nur die Kernpunkte:

Twitter

Es deckt einen künstlich erschaffenen Bedarf: Verschiedenen Menschen in kurzen Nachrichten mitteilen, was man gerade macht – und dabei die Kommunikation untereinander stärken.

Zudem ist es so komplex mit der offenen Schnittstelle, Zusatztools wie FriendFeeds, Twhirl und TwitterFox sowie die Anbindung an andere Scripts wie zum Beispiel WordPress (siehe rechte Navigation).

Leider wird Punkt 2 überhaupt nicht erfüllt: Die Zutrittsbarriere ist sehr hoch und Otto-Normaluser versteht Twitter sowieso nicht. Selbst bei Erfahrenen Nutzern dauert es oft sehr lang, bis einem der Nutzen von Twitter offenbart wird.

Fazit: 2/3 Punkte – der wichtigste Punkt – die Einfachheit – wird jedoch vermisst.

Facebook

Von einigen bereits als das „next big thing“ deklariert – aber stimmt das auch?

Einen Bedarf decken tut Facebook theoretisch: Es vernetzt Menschen miteinander, die sich entweder aus dem Internet oder aus dem realen Leben kennen. Es ist möglich mit seinen Kontakten zu kommunizieren, Gruppen für Vereine oder Fanclubs zu eröffnen und Termine einzutragen, wie seinen eigenen Geburtstag.

Der zweite Punkt wird meines Erachtens hier nur zum Teil beachtet: Die Anmeldung ist zwar einfach, aber Facebook wird immer komplexer: Neue Funktionen hier, neue Applikationen dort. Für Otto-Normaluser vermutlich immernoch zu komplex aufgebaut – aber immerhin einfach zu verstehen als Twitter.

Den dritten Punkt erfüllt dafür Facebook voll und ganz: Social Games, wie bereits vorgestellt, Facebook Connect, wie bereits in diesem Blog zu finden und andere Applikationen die dank offener Schnittstelle entwickelt werden, machen Facebook zu einem Portal für Entwickler und Nutzer gleichermaßen.

Fazit: 2,5/3 – Facebook hat die Möglichkeit zum „next big thing“ zu werden – meiner Meinung nach sind jedoch noch ein paar Schritte in die richtige Richtung von Nöten.

Google

Ja, auch Google steht wieder auf der Liste. Gut, die Google Suche zu verbessern wird relativ kompliziert sein, Adsense und Adwords laufen ebenfalls sehr gut. Das Web wird bereits von Google „belagert“. Doch was noch fehlt ist das mobile Web: Das iPhone war zwar ein riesen Erfolg, aber nicht jeder konnte oder wollte sich das gute Stück leisten.

Google hat anfang Februar mit dem G1 nun nachgelegt: Ein Handy, welches sich mit dem Google-Account synchronisiert und (so gut wie) alle Dienste von Google in dem Handy ermöglicht: Gmail, Google Maps, Youtube und viele weitere.

Ausserdem baut Google auf eine eigene Applikations-Plattform: Android. Hier wird wie bei Facebook oder dem iPhone eine Schittstelle für Entwickler geöffnet, die das Angebot ständig erweitern.

Da ich das G1 noch nicht testen konnte, enthalte ich mich hier einem Fazit – dennoch denke ich, dass Google im mobilen Web noch eine Menge mitzureden hat. Einziger Nachteil: Wie das iPhone ist auch das G1 nur über einen teuren T-Mobile Vertrag erhältlich. Sobald ein Google Handy ohne T-Mobile Vertrag mit günstigen Internet-Flatrates auf den Markt kommt, könnte ein Google Handy inklusive Android das „nächste große Ding“ sein.

Eure Meinung ist gefragt

Was wird das nächste große Ding eurer Meinung nach? Eines der drei genannten? Ein anderer bereits existierender Webdienst oder womöglich etwas völlig neues – noch nie dagewesenes?

Ich würde mich über interessante Kommentare sehr freuen!

4 Kommentare

  1. @Xelransu

    Blog: : "The next big thing" http://tinyurl.com/bkzrze

    Antworten
  2. Chris

    Kein NextBigThing dabei. Ich persönliche rechne mit sowas richtig großem…naja.. sagen wir 2015. Irgendein Augemnt-Reality-Pseudo-Cyberspace-Social-Search-Media-Dingens.

    (Ich hab‘ da konkretere Vorstellungen; muss aber wehg ;))

    Antworten
  3. Sebastian

    Hey,
    netter Artikel, aber wieso hast du nichts zu Xing geschrieben oder siehst du da garkeine Chancen?

    Wegen mir könntest du allgemein auch die größeren Web 2.0 Angebote vorstellen. Mich würde beispielweise interessieren, welche Arten von Beruf die ganzen Member bei Xing haben oder ob es einfach fast ausschließlich Berufe sind, die konrekt mit dem Pc bzw. genauer vorallem mit dem Internet zu tun haben ;9

    Antworten
  4. Sascha

    Hallo Sebastian,

    meines erachtens ist Xing ein sehr großes Netzwerk, allerdings füllt es einen Punkt bei mir nicht aus, der m.E. am wichtigsten ist:
    – Einen Bedarf decken, der bei möglichst vielen Menschen besteht
    Klar, fast jeder sucht irgendwann mal einen Job, aber meist nicht über solch ein Netzwerk, dabei gucken sie eher bei Monster.de o.ä. – Xing ist eigentlich eine Präsentationsfläche und Kommunikationsplattform für Internetfirmen und Firmenchefs, die Kontakte in ihrer Branche suchen. Maurer zB würden sich bei Xing wohl eher weniger anmelden.

    Xing ist dennoch vom finanziellen her gesehen ein „Big thing“ für die Eigentümer.

    Antworten

Schreiben Sie einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.