Community-Management in Online-Spielen

Wie jeder, der den Beruf ausübt oder sich darüber informiert, weiß, heißt Community-Management nicht gleich Community-Management. Die Aufgaben sind vielfältig und je nach Community sehr unterschiedlich. Bei Online-Spielen bedarf es selbstverständlich auch einen oder mehrere Community-Manager. Die Aufgaben reichen von News und Forenmoderation bis Eventplanung und Gewinnspiele.

Ich möchte einen ganz speziellen Bereich ansprechen: Kontakt zur Community innerhalb vom Spiel. Die sogenannten Game-Master sind normalerweise Support-Mitarbeiter, die auch im Spiel nur Support liefern. Events werden teilweise ebenfalls von Supportern oder von einem eigenen Event-Team durchgeführt. Doch sollte ein Community-Manager nicht immer dort sein, wo die Community ist? Und wo ist die Community in einem Online-Spiel präsenter, als im Spiel selbst?

Wenn sich ein Community-Manager also öffentlich erkenntlich im Spiel macht, bringt dies einige Risiken mit sich. So könnte er überhäuft werden von Fragen (Supportanfragen und teilweise auch spielbezogene), die er unmöglich alle mit Zufriedenheit beantworten kann. Oder aber, er beantwortet gar keine Fragen, wodurch er selbstverständlich den Unmut der Community auf sich zieht. Sollte er regelmäßig im Spiel sein und versuchen auf jeden User einzeln einzugehen, könnte er den Status als Authoritätsperson verlieren, wodurch von der Community viel mehr gefordert wird.

Besonders durch die Gefahr, seinen Status gegenüber der Community zu verlieren, findet man sehr selten nur noch Community-Manager im Spiel, doch genau dies könnte der Community auch das Gefühl vermitteln, dass sich überhaupt niemand um die User kümmert, da auch nicht jeder im Forum aktiv ist – wo man eher Community-Manager antreffen kann.

Trotzdessen sollte ein Community-Manager die Community im Spiel nicht übersehen, denn genau dort werden die meisten kritischen Themen direkt angesprochen, auch von Usern die im Forum nicht aktiv sind. Ob er sich als Community-Manager im Spiel erkennbar machen sollte, ist wiederum eine andere Frage, da die oben beschriebenen Risiken bestehen.

Ein Community-Manager sollte in Online-Spielen einen Status behalten, der zwar nicht abgehoben von der Community anzusiedeln ist, dessen Authorität trotzdessen gewahrt bleibt. Trotzdessen sollte, aus eigener Erfahrung, die Präsenz vom Spielebetreiber nicht gänzlich fehlen, da die Community im Spiel eigentlich diese ist, die man betreut – und nicht nur der kleine Teil, der sich anschließend im Forum darüber äußert.

Wie denkt ihr darüber, falls ihr selber (aktiver) Online-Spieler seid? Vermisst ihr teilweise die „Betreuung“ im Spiel oder sollte sich eine Community selbst regulieren? Ich freue mich über interessante Diskussionen!

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