Beruf der Zukunft: Community-Manager

Über Internet-Communities können Unternehmer mit ihren Kunden in Kontakt treten. Das kann effektiver sein als eine Werbekampagne. Aber wer eine Community erfolgreich managen will, muss einige Regeln beachten.

Kunden wollen heute nicht nur von Werbung monoton berieselt werden, sondern mit Anbietern von Produkten und anderen Kunden in den Dialog treten. Deshalb starten immer mehr Unternehmen firmeneigene Communities, um diesem Bedürfnis gerecht zu werden, Eine eigene Community aufzubauen ist heute unter technischen und finanziellen Gesichtspunkten leichter als je zuvor.

Deutlich schwieriger ist es, die richtigen Menschen im Unternehmen oder außerhalb des Unternehmens zu finden, die die Community managen. Denn es braucht Erfahrung und feines Gespür, damit solche Communities nicht aus dem Ruder laufen.

Wer eine Community startet, sollte folgende Regeln und Aspekte berücksichtigen:

  • Kommuniziere offen Deine Ziele, die Du als Initiator mit dem Aufbau der Community verfolgst.
  • Binde vor dem Start eine kritische Masse an Unterstützern und Mitgliedern ein, um einen fliegenden Start zu gewährleisten.
  • Der Moderator sollte sich nicht als Inhaber der Community betrachten, sondern als Teil der Community.
  • In einer wachsenden Community sehen sich alle Mitglieder als Mitinhaber der Community.
  • Eine Community organisiert sich selber und erlässt sich nicht nur auf den Moderator.
  • Technologie sollte nicht im Vordergrund stehen: Die Bedienung sollte einfach gehalten werden.
  • Belohne Deine Community, aber bestrafe sie niemals.
  • Umso größer mein Input als Moderator ist, umso grö0er ist der Output der Teilnehmer.
  • Communities schlafen nicht! Je länger ich warte, desto eher kocht Dinge hoch.
  • Bei einem Streit sollte ein Dritter als Schlichter eingesetzt werden, der mit allen Beteiligten einen Kompromiss erarbeitet.

Wenn man als Firma eine Community erfolgreich aufgebaut hat, kann man reich beschenkt werden. Die Firma Beeline Labs hat in einer Studie 120 Community-Manager befragt. Diese nannten folgende Mehrwerte die sich aus dem Aufbau einer Community ergeben:

  • Steigender WOM-Effekt – Anstieg der Empfehlungen durch Kunden (35 Prozent)
  • Erhöhung der Markenbekanntheit (28 Prozent)
  • Schnellere Generierung von Ideen für das Unternehmen (24 Prozent)
  • Steigerung der Kundenloyalität (24 Prozent)

Vielleicht besinnen sich die Unternehmen wieder darin, in Menschen zu investieren und Community-Manager auszubilden statt in Werbekampagnen zu investieren. Das würde Kunden und Unternehmen gleichermaßen glücklich machen.

Quelle: Financial Times Deutschland

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